All posts filed under ‘Reise

Weintrinkerinnen sind klug und sexy

… das jedenfalls behauptet die FAZ. Kann man machen! Die Überschrift gehört zu meinem Text über die burgenländische Heurigenkultur. Besonders gut gefallen haben mir Gut Oggau – über das ich bereits für die Welt am Sonntag berichtet habe – Peter Schandl und das Gowerlhaus. Letzteres, obwohl sie dort vor allem Fleisch servieren und mich einer […]

Zusammen isst man weniger allein

Immer mehr Menschen leben allein. Kein Wunder, dass Community Tables so beliebt sind. Zum ersten Mal saß ich an einem im fantastischen Forsthaus Strelitz. Mit dem Paar neben uns, sie Redakteurin bei Psychologie heute, er irgendetwas weniger Spannendes, haben wir uns gut unterhalten. Anders im Workshop Kitchen + Bar in Palm Springs, wo ich einsam […]

Ist Kohle nicht immer vegetarisch?

Vergangenen Herbst hat mich das Geranium zum Dinner und am nächsten Tag zu einem von Ramses Koefoed und Vladimir Mukhin zubereiteten Four-Hands-Lunch eingeladen. Mindestens so sehr wie ums Essen ging es dabei um die Macht der Tischgesellschaft beziehungsweise die Sprachbarriere zwischen mir und meiner russischen, kein Wort Englisch sprechenden Tischnachbarin. Dann kommt mein Lieblingsgang, Marble Hecht […]

Ghetto? Nein, der beste Parmesan der Stadt

Es hat ein wenig gedauert, bis ich von Brooklyn in die Bronx gelangt bin. Blöderweise habe ich die entsprechende Haltestelle des Regionalzugs verpasst und konnte erst wieder in Connecticut aussteigen, obwohl meiner Offline-Karte zufolge die Welt dort doch zu Ende ist. Zum Glück war sie das nicht, zum Glück hat Cristina Lombardi auf mich gewartet […]

Es hat ein Krüstli!

… das im lokalen Dialekt Oma heißt. Man muss die Schweizer einfach gern haben, für ihre Sprache ebenso wie für das herrlich aufgeräumte, bergseeschöne Zürich. Dort habe ich mich für die Wochenendbeilage des Standard auf die Spuren des Käsefondues begeben. Mit dem redseligen Attila bin ich E-Tuktuk gefahren, im schönen Innenhof der Milchbar habe ich […]

René Redzepi ist nicht da

Bei meinem Besuch im Noma war dessen Chefkoch gerade beim Sabbatical in Japan. Es sei ihm gegönnt. Stattdessen habe ich mich mit David Zilber über fermentierte Entenfedern unterhalten und Chicken Wing Garum probiert, habe mit Nicolai Nørregaard vom Kadeau über seine vegetarische Hippiemutter gesprochen und warum er sich selbst als happy head chef bezeichnet, und […]

Negroni isch Läbe

… würde der Schwabe sagen. Auf Italienisch klingt das natürlich viel schöner. Von dort stammt sie ja auch, die Kunst des gepflegten, niemals vor 19 Uhr stattfindenden Aperitivos, wobei 11 Uhr morgens dann doch in Ordnung zu sein scheint. Für den Standard habe ich mich einmal durch Venedig gesoffen und dabei ein paar Cichetti genascht.

Es ist irre heiß, es hat 38 Grad, es ist die Wüste

Eine sagenhaft hohe Dichte an Mid-Century-Modern-Architektur trifft auf Designertankstellen. Das Gebäude, vor dem die Obdachlosen herumlungern, sieht aus wie von Mies van der Rohe entworfen. Zur Sangria-Happy-Hour im Monkey Tree Hotel (täglich von 17 bis 19 Uhr) seufzt Sinatra aus den Lautsprechern und das Licht, das Licht ist wirklich magisch. In Palm Springs haben sie […]

“Ich liebe Feuer und mache mich gerne schmutzig”

Julia Kalthoff macht Äxte. Sie tut das mit einer beeindruckenden Leidenschaft und ohne es als feministische Handlung zu sehen. Beim Foodstock Festival in Stockholm habe ich der Dreißigjährigen über die Schulter geschaut. Was ich gesehen habe, steht im Standard.

Wir sind im Garten

Insgeheim sehnen sich viele Stadtbewohner nach dem Land, mich inbegriffen. Seit ich Lola Randls “Der große Garten” gelesen habe, will ich eigentlich sofort nach Gerswalde ziehen. Stattdessen bin ich mit Florian Reimann für die Welt in ein anderes kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern gefahren, um Susann Probst und Yannic Schon vom vegetarischen Foodblog Krautkopf zu besuchen.

48 Stunden St. Petersburg

Für die NZZ war ich für eine zu kurze Zeit in Russlands zweitgrößter – und wahrscheinlich schönster – Stadt unterwegs. Ziel der Reise war New Holland Island, ein Kulturareal auf einer der vielen Inseln. Dort erwartete uns ein Wodka-Tasting, mit flüssigem Käse gefülltes Brot und eine Spritztour mit dem Boot von Roman Abramowitsch, die leider […]

Immer kurz vorm Dry Creek Peach Sorbet

Healdsburg ist eine nordkalifornische Stadt, von der selbst viele Amerikaner noch nie gehört haben. Dabei hat dort begonnen, was heute als Farm-to-Table weltweit Schule macht. Im Single Thread zum Beispiel, über das ich bereits in der Welt am Sonntag berichtet habe, oder in der Noble Folk Ice Cream & Pie Bar. Deren Besitzer Osvaldo Jimenez […]

Gerüttelt, nicht gerührt

He’s back: Vor einigen Jahren prägte der Journalist Carsten Otte den Begriff des gastrosexuellen Mannes. Ein Hobbykoch, der Wochenende für Wochenende (unter der Woche kocht die Frau) in seiner Zehntausendeuroküche oder an seinem Webergrill zur Hochform aufläuft. Endlich konnte das ideale Gericht dieser Spezies ausfindig gemacht werden: die Paella. Eine wagenradgroße gusseiserne Pfanne, dramatisch brodelnd […]

Unmobil in L.A.

Vier Millionen Einwohner, acht Millionen Autos: Los Angeles gilt als Autohauptstadt schlechthin. Für die Welt am Sonntag habe ich ausprobiert, wie weit ich ohne komme. Spoiler: Manchmal nicht weiter als ein paar Straßenecken.

Bin im Garten

Lebe das Klischee: Wie so viele Stadtbewohner träume auch ich vom Haus auf dem Land. Für mehr als einen Balkon hat es bisher nicht gereicht. Kurzzeitige Abhilfe schafft ein Gartenurlaub. Für den Standard habe ich mich in die Open-Air-Badewanne des wunderbaren Gut Guntrams gelegt.

Athens is the new Berlin?

Das jedenfalls behauptete eine Fassade im Krawallviertel Exarchia. Viel spannender war jedoch das Hundelabyrinth, die Baklavaberge, das absolut nicht-instagram-taugliche Tavernenessen. In welche dunklen Ecken der griechischen Hauptstadt ich mich vorgewagt habe, steht in der Welt am Sonntag.

Saigon Kiss

Eigentlich wollte ich mich nicht noch mal tätowieren lassen. Dann kam der Vietnamurlaub und unsere tolle Idee, diesen wenigstens teilweise mit dem Motorroller zu bestreiten. Das hab ich jetzt davon: Eine Brandnarbe an der linken Wade. Die Einheimischen sprechen von Saigon Kiss. Wie es dazu kam, habe ich für die Welt am Sonntag aufgeschrieben.

Nie wieder Tütensuppe

Normalerweise ertrage ich Campingurlaube nur im Festivalmodus, getreu dem Motto “jetzt ist eh alles egal”. Für die FAZ Woche habe ich Glamping für mich entdeckt. Allgemein meint der Begriff eine luxuriösere Version von Schlafsack und Co, die Ausprägungen reichen von Feldbett bis freistehender Badewanne. Vom Bett meiner Air Lodge aus konnte ich den toskanischen Himmel sehen. […]

A wengle Ruh

Wo jede Bank ein Bänkle ist… Für die Zeit bin ich mal wieder durch Sigmaringen spaziert, jedenfalls in Gedanken.

#mountaingirl

Festes Schuhwerk? Also die weißen Ledersneaker? Zum Glück war ich dann doch nicht wandern, sondern Wellness machen im Gradonna Mountain Resort. Was das mit Sigmund Freud zu tun hat, steht bei Traffic News To Go.

So schön, dass es wehtut

Man muss aufhören, die Schönheit festhalten zu wollen. Dann fließt sie durch einen hindurch.  (Die Plastiktütenszene in American Beauty) Für Traffic News To Go bin ich durch meine neue Heimatstadt Wien spaziert. Besonders lange halt gemacht habe ich bei Guerilla Bakery und Disco Volante. Den Selfiestick habe ich selbstverständlich zu Hause gelassen.

Zusammen am Balkan

Perspektivenwechsel: Statt in den Zuschauerreihen zu sitzen, schaue ich ausnahmsweise dem Ensemble über die Schulter. Von hier aus kann ich den Schriftzug “Ensemble à Paris” auf Rebeccas Handgelenk lesen. Für Nachtkritik bin ich in den Operndolmuş der Komischen Oper Berlin gestiegen. Von Wien ging die Reise nach Belgrad, Sofia und Istanbul. Flirts mit der kroatischen Staatsmacht und […]

Das Moleskine unter den Ausgehvierteln

Tokio ist nicht Paris und meistens eher rosa Plastik als schwarzes Leder. Es gibt allerdings einen Ort in der japanischen Hauptstadt, an dem sich Filmemacher, Schriftsteller und mutige Einheimische treffen. Ein paar Backpacker verirren sich auch dorthin. Und ich. Für Zeit Online habe ich aufgeschrieben, wie sich eine halbe Nacht in Golden Gai anfühlt.

Die Götter stinken

Wenn von Bali die Rede ist, dann immer als Paradies auf Erden. Tropischer Regenwald, friedfertige Bewohner, Bananen knabbernde Affen, niedliche Streuner. Dass die Affen Smartphones klauen und die Streuner Tollwut haben? Geschenkt. Dass die friedfertigen Bewohner Handtaschenabschneider sind? Kollateralschaden. Vor allem aber spricht keiner von der Dreckschicht, die sich Verkehrsteilnehmer Abend für Abend von der […]

Es findet Dich – Gedanken zur Reiselektüre

Sagen wir es so: Ich bin viel im Kreis geschwommen. Nach zehn Runden sind die Rückenschmerzen verschwunden, nach zwanzig die trüben Gedanken, nach dreißig fragt der mit Zahnlücken geschlagene kubanische Bademeister, ob alles in Ordnung sei, dabei will er nur baggern. Natürlich hat auch er irgendwann mal zu DDR-Zeiten in Plauen gelebt und kann deswegen […]