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Athens is the new Berlin?

Das jedenfalls behauptete eine Fassade im Krawallviertel Exarchia. Viel spannender war jedoch das Hundelabyrinth, die Baklavaberge, das absolut nicht-instagram-taugliche Tavernenessen. In welche dunklen Ecken der griechischen Hauptstadt ich mich vorgewagt habe, steht in der Welt am Sonntag.

Saigon Kiss

Eigentlich wollte ich mich nicht noch mal tätowieren lassen. Dann kam der Vietnamurlaub und unsere tolle Idee, diesen wenigstens teilweise mit dem Motorroller zu bestreiten. Das hab ich jetzt davon: Eine Brandnarbe an der linken Wade. Die Einheimischen sprechen von Saigon Kiss. Wie es dazu kam, habe ich für die Welt am Sonntag aufgeschrieben.

Nie wieder Tütensuppe

Normalerweise ertrage ich Campingurlaube nur im Festivalmodus, getreu dem Motto “jetzt ist eh alles egal”. Für die FAZ Woche habe ich Glamping für mich entdeckt. Allgemein meint der Begriff eine luxuriösere Version von Schlafsack und Co, die Ausprägungen reichen von Feldbett bis freistehender Badewanne. Vom Bett meiner Air Lodge aus konnte ich den toskanischen Himmel sehen. […]

A wengle Ruh

Wo jede Bank ein Bänkle ist… Für die Zeit bin ich mal wieder durch Sigmaringen spaziert, jedenfalls in Gedanken.

#mountaingirl

Festes Schuhwerk? Also die weißen Ledersneaker? Zum Glück war ich dann doch nicht wandern, sondern Wellness machen im Gradonna Mountain Resort. Was das mit Sigmund Freud zu tun hat, steht bei Traffic News To Go.

So schön, dass es wehtut

Man muss aufhören, die Schönheit festhalten zu wollen. Dann fließt sie durch einen hindurch.  (Die Plastiktütenszene in American Beauty) Für Traffic News To Go bin ich durch meine neue Heimatstadt Wien spaziert. Besonders lange halt gemacht habe ich bei Guerilla Bakery und Disco Volante. Den Selfiestick habe ich selbstverständlich zu Hause gelassen.

Zusammen am Balkan

Perspektivenwechsel: Statt in den Zuschauerreihen zu sitzen, schaue ich ausnahmsweise dem Ensemble über die Schulter. Von hier aus kann ich den Schriftzug “Ensemble à Paris” auf Rebeccas Handgelenk lesen. Für Nachtkritik bin ich in den Operndolmuş der Komischen Oper Berlin gestiegen. Von Wien ging die Reise nach Belgrad, Sofia und Istanbul. Flirts mit der kroatischen Staatsmacht und […]

Das Moleskine unter den Ausgehvierteln

Tokio ist nicht Paris und meistens eher rosa Plastik als schwarzes Leder. Es gibt allerdings einen Ort in der japanischen Hauptstadt, an dem sich Filmemacher, Schriftsteller und mutige Einheimische treffen. Ein paar Backpacker verirren sich auch dorthin. Und ich. Für Zeit Online habe ich aufgeschrieben, wie sich eine halbe Nacht in Golden Gai anfühlt.

Die Götter stinken

Wenn von Bali die Rede ist, dann immer als Paradies auf Erden. Tropischer Regenwald, friedfertige Bewohner, Bananen knabbernde Affen, niedliche Streuner. Dass die Affen Smartphones klauen und die Streuner Tollwut haben? Geschenkt. Dass die friedfertigen Bewohner Handtaschenabschneider sind? Kollateralschaden. Vor allem aber spricht keiner von der Dreckschicht, die sich Verkehrsteilnehmer Abend für Abend von der […]

Es findet Dich – Gedanken zur Reiselektüre

Sagen wir es so: Ich bin viel im Kreis geschwommen. Nach zehn Runden sind die Rückenschmerzen verschwunden, nach zwanzig die trüben Gedanken, nach dreißig fragt der mit Zahnlücken geschlagene kubanische Bademeister, ob alles in Ordnung sei, dabei will er nur baggern. Natürlich hat auch er irgendwann mal zu DDR-Zeiten in Plauen gelebt und kann deswegen […]

Das Reich der Zeichen oder: Ich war in Paris und alles, was ich mitbrachte, waren alle Louis Vuitton-Taschen, die sie mir verkauft haben.

Viel viel älter als das Klischee des Trolley-ziehenden Easyjet-Engländers ist das Klischee des Paris-verliebten Japaners. In dieser Stadt, die wirkt wie die Filmkulisse einer kitschigen, aber sehr stilvollen Romanze, gerät ja schon die gemeine Mitteleuropäerin ins Schwärmen (denn natürlich fühlt sich jede Frau zwischen fünfzehn und fünfundfünfzig hier wie Amélie Poulain!) und deckt sich schamlos […]

Wer reist, hat recht?

Wenn einer eine Reise tut, hat er was zu erzählen. Klingt verdächtig nach einer von Omas Nähkästchenweisheiten, trifft aber zumindest im Fall dieses recht jungen Phänomens namens „Mitfahrgelegenheit“ zu. Charakteristisch ist, dass alle Mitfahrenden froh sind, heil am Ziel anzukommen, noch besser, ohne akustische Vergewaltigung durch Lokalradiosender oder dem Hörbuch von Dieter Bohlen. Im allerbesten […]

Stilvoll abgestürzt

Gerade als Geisteswissenschaftler träumt man ja insgeheim von einer „echten“ Tätigkeit. Davon, etwas „mit den Händen zu machen.“ Das soll nicht heißen, dass mentale Arbeit im weitesten Sinn keinen Sinn macht; es ist halt was anderes, gell. Ich jedenfalls habe genug Freunde, die sich als verhinderte „Praktiker“ outeten. Auffallend oft geht es dabei um Kulinarisches. […]

Lütt Deern ganz groot

Der Winter wird rot. Rot wie die Ampeln, bei denen man unter gar keinen Umständen die Straßen überqueren darf, rot wie eine Straße, deren Ruf bis nach Süddeutschland reicht und rot wie das Bier mit dem schönsten Logo, das man sich für ein Bier vorstellen kann. Rosig wirken die Aussichten auf die kommende Jahreszeit erstmal […]

Ist München das alte Berlin das neue München?

Oder das geilste Land der Welt? Das jedenfalls behauptet ein Aufkleber an der Zapfsäule des Jennerwein, einer Art Schwabinger Institution. Für alle, die nicht wissen, wo auf ihrer mentalen Landkarte sie jetzt anfangen müssen zu suchen: Wir, also die Rezensentin, befinden uns in der Landeshauptstadt des Bayerischen Freistaates. Der Grund des Ortswechsels soll hier nicht […]

Das Ziel ist der Weg

Abhängen auf dem verstörend hässlichen, steinharten Sitz der zweiten Klasse im Bummelzug. Musikhören scheint das Äußerste zu sein, der Superlativ der möglichen Aktion, die höchste Stufe der Umtriebigkeit. Rhabarberschorle gegen den aufkommenden Kater, der möglicherweise auch der Grund dafür ist, dass der Typ hinter mir (Tscheche? Traveller?) bald davon ablässt, ein Gespräch anfangen zu wollen, […]

Reisen macht den Kopf frei

Wie wir uns suchen und finden, fernab der großen Stadt. Wie Hände geschüttelt, Namen genannt und in erstaunlich kurzer Zeit, Sekundenbruchteilen, um genau zu sein, wieder vergessen werden. Es folgt der subtile Territorialkampf, wer sitzt wo. Heute habe ich, mit Verlaub, die Arschkarte gezogen, sitze auf der Rück-Rückbank, auf einer 30×30 Zentimeter kleinen Fläche, die […]