Für Blumen bitte klopfen

Kurz vor ihrem südlichen Ende überrumpelt einen die Berliner Hermannstraße mit makelloser Schönheit. Ein Backsteingebäude, unschwer als Kirche zu erkennen, daneben ein hingeducktes Eckhäuschen mit vielleicht zehn Quadratmetern Grundfläche. Es braucht kein Panzerglas, aber doch eine stabile Fensterfront, um die wie Kunstinstallationen aufgereihten Schnittblumen vor weggeschnippten Kippen und Wegbierflaschen zu beschützen. Neben einem geöffneten Fenster steht ein Schild: „Für Blumen bitte klopfen.“ 

Da, wo Berlin am hässlichsten ist, wartet die Schönheit. Für die Berliner Zeitung habe ich mir bei Studio Linné eine Portion Frühlingsgefühle abgeholt.